| Betreff: | Das war sehr nett heute mit Euch beiden... |
| Von: | Jürgen Sievers |
| An: | Ruppel, Per (Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG) <pruppel@stolle-ot.de> |
| Datum: | Thu Jun 10 2021 20:28:05 GMT+0200 (Mitteleuropäische Sommerzeit) |
| Cc: | Karin Schwarzkopf <karin@karin-schwarzkopf.de> |
Hi Per, Hi M&M (MayFair Mann)
sehr gut dieser Rollstuhl. Bei der Stehfunktion hatte vorab die größten Bedenken, ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie das bei mir gehen soll. Das war dann aber die Funktion, die mich am meisten beeindruckte, die mich wirklich sicher aufstellt und wieder zurück setzt.
Daran konnte ich nur die Fußablage bemängeln, von der ich nach vorne soweit abrutsche, dass ich trotz Schienbein-sicherung keinen sicheren Halt mehr hatte. Mit Schuhe ging es zwar, aber ohne muss es auch sicher gehen.
Meine Erwartung war aber die Aufsteh-hilfe, von
der ich im ersten Eindruck etwas enttäuscht bin. Wieder ist es
die Fußablage, bzw. die Kante an selbiger. Aber die wird man ja
abhobeln und einen rutsch-festen Belag drauf ziehen. Dann sollte
es gehen. Störender noch ist, dass ich die Beine nicht gerade
genug und fest mit den Füßen aufstehe und schon beginne nach
vorne vom Stuhl zu rutschen. Die Höhe reicht auch nicht, um
mich, mit vollkommen gestreckten Beinen, quasi in den Stand zu
kippen. Das könnte ja aber auch an der falschen Sitztiefe und
mangelnde Gewöhnung liegen. Eine Stunde Anprobe ist einfach zu
kurz, um zu sagen passt oder passt nicht. Man müsste das Teil
schon mindestens eine Woche lang im Alltag erleben, um wirklich
etwas darüber sagen zu können.
Noch mal zu der so vehement vorgetragenen Verbot
einen Dongle oder sogar die OBP für den Kunden verfügbar zu
machen. Das ist so nicht richtig.
Für gewerbliche Monteure stimmt es zwar. Die
dürfen die Programmierung nur mit Befähigungsnachweis anbieten
und durchführen. Was ich aber privat und eigenverantwortlich
mache ist mein Bier und keines Falls gesetzlich verboten. Ich
arbeite zB. mit Leuten Weltweit an dem Projekt FreeR-Net. Dann
kann jeder einen Raspberry-PI anschließen und alle nicht
sicherheitsrelevanten Einstellungen für 30€ statt 900€ für einen
Dongle (Herstellungskosten keine 10€) vornehmen.
Beispiel Wenn ich auch nur meinen Fernseher im
JSM-irda umbenennen möchte, brauche ich heute einen Techniker,
der mit Anfahrt bestimmt 150€-250€ für
Programmierdienstleistung!!! von mir privat verlangt.
Bei Geräten mit Zulassung liegt die Sache anders.
Die könnten ihre Zulassung verlieren wenn Laien ins System
eingreifen.
Aber ich Wette: zwei Jahre nach dem FreeR-Net
released (demnächst auf
github unter GPL) ist, machen die Hersteller die
banalen Einstellungen, wie Namensvergabe, das Einschaltprofil
usw. frei für den Anwender mit PC-Software verfügbar. Warum
sollen die TechFraks auch nicht ihren Spaß an eines ihrer
Körperteile haben ;-)
Wir können ja bereits bis hinter die OEM Ebene
auf die der Werkseinstellungen runter mir Raspberry Pi. Die und
die OEM Ebene wird in der FreeR-Net Software nicht frei
verfügbar sein. Davon hat der Projektanwalt dringend abgeraten.
Also das angebliche Verbot verbuche ich unter Geschäftemacher.
Gruß Jürgen
PS: bitte weiterleiten an das kompetenten, netten
M&M