| Betreff: | Re: Termin zur Erprobung der Lifgurte |
| Von: | Jürgen Sievers |
| An: | Aurich, Daniel (Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG) <DAurich@stolle-ot.de> |
| Datum: | Mon Jun 19 2023 17:28:40 GMT+0200 (Mitteleuropäische Sommerzeit) |
| Bcc: | Ruppel, Per (Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG) <pruppel@stolle-ot.de>, Thorsten Waltemathe <Thorsten.Waltemathe@permobil.com>, info@stolle-ot.de, Karin Schwarzkopf <karin@schwarzkopf-sh.de> |
Sehr geehrter Herr Aurich,
Sie möchten gerne,
dass ich Ihre Kompetenz nicht mehr anzweifle bzw. äußere, das
Gefühl zu haben, das diese nicht ausreicht, um mich, von ALS
schwerst beeinträchtigt, mit mit den für solche schweren
Behinderungen produzierten, technisch sehr komplexen Hilfsmittel
zu
versorgen.
Lassen Sie mich
erklären wie ich zu diesem Gefühl gelangte.
Sie
schicke mir scheinbar wahllose Angebote für die Krankenkasse, die
auch noch bis zu 10.000,00€ voneinander abweichen und mein, Ihnen
von der Kasse genannten, Höchstpreis liegen.
Sie
hätten mich als kompetenter Fachmann auch von Anfang an, meinen
Bedarf und Möglichkeiten entsprechend Beraten können. Dann hätte
sich das Hilfsmittel über Monate nicht verzögert, für das so
dringende Hilfsmittel. Das erzeugte bei mir das Gefühl, Sie wissen
es nicht besser. Ihnen Absicht zu unterstellen, um eine private
Zuzahlung von bis zu 10.000,00€ zu erzwingen, oder es einfach an
einen freiberuflichen Mitarbeiter des Herstellers abzuwälzen, möchte
ich Ihnen den doch nicht unterstellen.
Und
dann das mit den Lifts. Sie sind hier ohne Sich Notizen zu machen,
etwas Auszumessen aufgeschlagen, um die Räumlichkeiten und
technischen Bedarf zu erfassen. Sind hier, wie Hans Guck-in-die-Luft
durch die Räume stolle-ziert. Wenn Sie wenigstens am Tag der Montage
mal anwesend gewesen wären um Sich zu Überzeugen, die Leute ggf.
anzuweisen, zumal als sich schwerwiegende Probleme abzeichneten.
Oder
die Arbeiten hinterher abgenommen hätten. Nein, Sie haben sich nicht
sehen lassen. Nun haben wir eine möglicherweise unzulässige
Free-Style Installation der Schienen und eine auf Sicherheit
unzulässige, lebensgefährliche Elektroinstallation im Badezimmer.
Ist das Kompetenz.
Oder
das Sie als Verantwortlicher es überhaupt zuzulassen, dass die
Bedienknöpfe für ein 3.600,00€ teuren Sonderbaumaßnahme des
Rollstuhls, für mich unerreichbar, hinter der Rückenlehne verbaut
werden?
Ganz zu
schweigen von den Wadenstützen mit den Sie den Rollstuhl
ausgeliefert hatten.
Dann
höre ich über Wochen nichts von Ihnen, wie weit die Anfertigung der
Wadenstützen und Handyaufnahme ist.
u.s.w.
Ich
denke das mein Gefühl mich da nicht täuscht. Andernfalls müsste
ich ja Absicht unterstellen.
Aber es
liegt ja ganz bei Ihnen, dieses Gefühl durch ein anderes zu
ersetzen. Ich will Ihnen gerne ein letztes Mal Gelegenheit dazu
einräumen.
MfG.
J.W.Sievers